Die Kraft der achtsamen und authentischen Präsenz

Aktualisiert: 3. Okt.


Ob unser Fundamt stark genug ist, um ein authentisches und freies Leben führen zu können, wird von der Bereitschaft uns selbst zu erforschen und der Intensität unserer Achtsamkeitspraxis bestimmt.


Wir alle wünschen uns ein freies, erfüllendes und sicheres Leben, in dem wir ganz einfach uns selbst sein können, in dem wir das tun, was wir lieben und wir dafür Anerkennung und Erfolg ernten. Und trotzdem stehen wir uns tagtäglich mit unseren eigenen Einschränkungen dazwischen. Verlangen, Zweifel, Sorgen, Ärger, Widerstand und Co. zeigen sich und stehen zwischen der Entfaltung unseres Potentials und der Realität.


Das Erkennen und die Auflösung dieser Zustände führt über die Achtsamkeit.

Ohne eine achtsame Haltung, ohne ein gewisses Interesse an diesen Zuständen, ohne Bereitschaft sie zu akzeptieren und zu erforschen, werden wir uns ihrer gar nicht bewusst. Und ohne Bewusstsein bemerken wir nicht, dass wir uns selbst im Weg stehen. Wir haben vielleicht das Gefühl, dass das Leben uns böse will, dass andere daran schuld oder wir selbst unfähig sind. Und dem mag tatsächlich auf den ersten Blick so sein, doch ist das was wir im Aussen sehen immer nur die Entsprechung unserer inneren, meist unbewussten Zustände. Wie innen so aussen.


Wie gehen wir damit um, und was hat das mit Achtsamkeit zu tun?


Selbst wenn wir keine Ahnung haben, wieso unser Leben ist wie es ist, verrät uns der Umkehrschluss, dass wir anhand den äusseren Umständen unsere inneren Umstände erkennen können. Werden wir achtsam und beginnen uns selbst zu beobachten, kommen wir diesem Erkennen ein Stück weit näher. Schaffen wir es dann noch, nicht zu werten, sondern nur zu betrachten und zu erforschen, um zu erkennen, gelangen wir in die Tiefen der Achtsamkeitspraxis, deren Ziel in der Vipassana Tradition die klare Einsicht der Dinge und daher die Befreiung von Leid und Schmerz ist.


Dieser Weg ist bestimmt nicht immer einfach, doch führt er dazu, dass wir erkennen wer wir wirklich sind und uns aus diesem Erkennen von allen leidbringenden Hindernissen lösen und befreien können.

Was quasi als Begleiterscheinung automatisch geschieht, ist dass wir uns immer mehr trauen uns selbst zu sein. Authentisch, frei von Vorstellungen, von Ängsten, von Zweifel, von Widerstand und Verlangen, bringen wir das zum Ausdruck, was uns ausmacht, das was wir wirklich sind.


Stell dir vor, du könntest heute alle Zweifel loslassen. Welche Kraft würde dadurch in dir befreit, wie würden sich diese Kräfte entwickeln, was würdest du tun, was weglassen und wer würdest du sein?


Stell dir dann vor, du könntest alle Hindernisse erkennen und sie dann über Klarheit und Einsicht schrittweise loslassen. Was würde sich dadurch in dir entfalten, welche universellen Kräfte würden dadurch durch dich fliessen, wer würdest du sein, was würde sich in der Welt verändern?

Turning towards what you deeply love saves you Rumi

Das verändert sich, wenn wir achtsam leben?

Wir:

  • aktivieren innere Kräfte

  • erhöhen unsere Resilienz

  • stärken unsere Intuition

  • erhalten Zugang zu unserer Kreativität

  • werden authentischer, wir leben mehr uns selbst

  • befreien uns von Negativität

  • erlangen innere Klarheit

  • tun immer mehr, was wir lieben

  • erlangen innerer Frieden, Harmonie und Glück


All dies geschieht, wenn wir lernen achtsam durchs Leben zu gehen. Die Wirkung ist ein kraftvolles und authentisches Leben. Wie hört sich das für dich an?


Fange noch heute an, dich mit Achtsamkeit auseinander zu setzen. Hier die erste kleine Übung anhand eines Zitats des kürzlich verstorbenen Meisters Thich Nhat Hahn. Du liest ein paarmal den Text, atmest gleichzeitig im vorgeschriebenen Takt, lächelst und erkennst das Wunder:


Ich atme ein, und komme zur Ruhe. Ich atme aus und lächle. Heimgekehrt in das Jetzt wird dieser Moment ein Wunder.

Alles Liebe, Karin



Mach mit beim Achtsamkeitstraining


In der Vipassana Achtsamkeitspraxis geht es insbesondere darum, ein klares Bewusstsein zu entwickeln, das die Geschehnisse des jetzigen Moments unbewertet wahrnimmt.

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